Folsäure

Die sogenannte Folsäure, auch als Vitamin B9, Vitamin M, Folacin oder Pteroylglutaminsäure benannt, wurde in den 40er Jahren das erste Mal im Spinat entdeckt. Grundsätzlich von den Folsäuren abzugrenzen sind die sogenannten Folate, wobei hierzu alle folatwirksamen Verbindungen in der Nahrung zählen.

Der Gehalt im Bereich der Vitamin-Präparate wird meist in Folat-Äquivalenten angegeben, damit sich die Wirksamkeit der unterschiedlichen Stoffe vergleichen lässt. Umzurechnen ist dies in der Form: 1 μg Folat-Äquivalent = 1 μg Nahrungsfolat = = 0,5 μg synthetische Folsäure (PGA).

Insbesondere im Bereich des Kohlenhydrat- und Eiweiß-Stoffwechsels sowie auch bei der Körperzellenteilung, beim Nukleinsäurenaufbau, welche die Träger der Erbinformation in den Zellen darstellen, und der Vitamin B5 Verwertung spielt Folsäure eine sehr wichtige Rolle. Als essentiell zu bezeichnen ist Folsäure vor allem für die Entwicklung von Ungeborenen, da die sie aufgrund ihres Einflusses bei Zellteilung vor etwaigen Missbildungen schützt.

Darüber hinaus wird dadurch das Immunsystem unterstützt und das Wachstum von Haaren und Fingernägeln. Auch ist es eine Hilfe dabei, dass Wunden heilen und Muskeln aufgebaut werden können. Bei Kindern wird dadurch auch das Wachstum der Knochen gefördert.

Auch wird vermutet, dass es Einfluss auf den Hormonspiegel nimmt, wobei ein hoher Homocysteinspiegel als Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen gilt und dass Folsäure den menschlichen Körper auch vor Gebärmutterhals- und Darmkrebs schützt sowie Depressionen lindert. Nützlich ist der Einsatz auch bei Gicht oder Reizdarmerkrankungen.

Der normale Bedarf an Folsäuren

Laut den Angaben der DGE, was die Abkürzung für Deutschen Gesellschaft für Ernährung ist, sollten Erwachsene täglich 400 μg Folsäure-Äquivalent zu sich nehmen. Schwangere und stillende Frauen 600 μg und Kinder entsprechend ihrem Alter weniger. Untersuchungen ergaben jedoch, dass nur 20% aller Deutschen über die Nahrungsaufnahme diesen Bedarf tatsächlich decken können.

Frauen, die sich mit der Planung einer Schwangerschaft tragen, sollten bereits drei Monate davor damit beginnen, Folsäuren zu sich zu nehmen um zu gewährleisten, dass der Spiegel eine ausreichende Höhe erreichen und beibehalten kann. Dies ist vor allem für die Frühschwangerschaft wichtig, was etwa die ersten drei Schwangerschaftsmonate ausmacht.

Durch die Einnahme wird das Risiko gesenkt, dass während der Entwicklung des Kindes Missbildungen entstehen wie Neuralrohrdefekte und Gaumenspalten. Eine Empfehlung zur Einnahme wird auch dann ausgesprochen, wenn der Kinderwunsch besteht und Frauen zuvor langjährig Kontrazeptiva eingenommen haben.

Dem menschlichen Körper ist es grundsätzlich nicht möglich, Folsäuren zu speichern, so dass es notwendig ist, dass der Mensch ihm diese täglich über die Nahrung zuführt.

Mangel An Folsäuren

Ein Mangel an Folsäuren kommt im Grunde nicht vor, wenn Menschen sich gesund ernähren. Ein eher leichter Mangel an Folsäuren ist dagegen in den westlichen Industrienationen eine der häufigsten Mangelerscheinungen. Dies ist darauf zurückzuführen, die das körpereigenen Reserven an Folsäuren nur etwa zwischen 12-15 mg liegen und somit sehr gering sind, so dass sie schnell verbraucht werden.

Ebenso führt auch die industrielle Lebensmittelverarbeitung zu einem Verlust der Folsäuren, was auch durch falsche Lagerung der Lebensmittel und falsche Zubereitung vorkommen kann. Diese Gründe können dafür sorgen, dass der tägliche Bedarf nicht gedeckt werden kann.

Darüber hinaus kann es auch durch Medikamente wie Methotrexat (in Zytostatika), Ciclosporin A, Colestyramin, Fibrate, L-Dopa, Metformin, L-Methionin, Antibiotika, Pyrimethamin (Antimalariamittel), Niacin, Sulfasalazin, Theophyllin, Trimethoprim, Omeprazol, Barbitursäure sowie Östrogen, zu einem Mangel an Folsäuren kommen sowie auch durch Alkoholkonsum, einem sehr geringen Gemüseverzehr, Eisenmangel, durch Krebserkrankungen und einem erhöhten Verbrauch in der Schwangerschaft. Gesundheitliche Probleme wie Nahrungsverwertungsstörungen wie Morbus Crohn und Zöliakie/Sprue können zu Unterversorgung führen.

Im Rahmen der letzten nationalen großen Verzehrstudie, die durch das BFI für Ernährung und Lebensmittel durchgeführt wurde, konnte festgestellt werden, dass bei 85 % der befragten Personen die tägliche Zufuhr von Folsäuren zu gering ist.

Wie zeigt sich ein Mangel an Folsäuren?

Ein Mangel an notwendigen Folsäuren zeigt sich vor allem durch Blutbildungsstörungen, was zu einer speziellen Form der Blutarmut führt, welche wiederrum mit Durchfällen und einer Entzündung der Zunge einhergehen kann. Auch kann es zu Haarwuchsstörungen kommen und Hautveränderungen sowie auch Veränderungen an den Schleimhäuten, vor allem im Mund und im Magen-Darm-Trakt.

Darüber hinaus kann eine verringerte Bildung von Antikörpern Folge sein sowie auch eine Schädigung der Knochen und eine Störungen des Zentralnervensystems, das Risiko für Darm- und Brustkrebs steigt an und es kann zu Fortpflanzungsstörungen und Missbildungen des Kindes in der Schwangerschaft kommen sowie auch zu Frühgeburten oder Störungen des Wachstums.

Als Folge eines solchen Mangels kann es vorkommen, dass der Homocysteinspiegel im Blut ansteigt. Dies stellt vor allem ein erhöhtes Risiko dar einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden oder an Thrombosen und Morbus Alzheimer zu erkranken.

Was bei der zusätzlichen Einnahme von Folsäuren zu beachten ist:

Sollte eine Zugabe von Folsäuren in Betracht gezogen werden, obwohl bereits verschiedene Medikamente verschrieben sind, so ist es notwendig, dies vorab mit dem behandelnden Arzt zu besprechen. Denn tatsächlich können Folsäure Präparate Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten aufweisen.

Menschen, die an einer perniziöser Anämie leiden, sollten Folsäuren nur dann einnehmen, wenn diese mit Vitamin B12 kombiniert sind.

Folsäure ist insbesondere in folgenden Lebensmitteln enthalten:

Sehr folsäurehaltig sind Weizenkeime und Sojabohnen sowie auch Fleisch und Leber, Fisch ganz allgemein, Weizenkleie, Sojamehl, Vollkornprodukte wie Brot etc., Haferflocken, Milch und Milchprodukte im Allgemeinen sowie auch Quark, Weichkäse, Hartkäse, Eier, Tomaten, Kohl, Bohnen, gelbe Erbsen, Spinat, Spargel, Rote Bete, Gurken, Sojabohnen, Rettich, Radieschen, Steckrüben, Broccoli, grüne Erbsen, Kopfsalat und Kartoffeln, Obst wie Orangen, Weintrauben und im Allgemeinen auch Nüsse. Auch enthalten schwarzer Tee und Hefe Folsäure.

Verbindungen aus Folsäure sind grundsätzlich wasserlöslich und lichtempfindlich sowie auch wenig hitzestabil, was dazu führt, dass es bei der Zubereitung von Lebensmitteln schnell zu einem Verlust von 35 Prozent kommen kann. Abhängig von der Verbindung kann dieser Verlust auch 50 bis 70 Prozent betragen.

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