Kochsalz

Bei dem sogenannten Kochsalz handelt es sich um ein Würzmittel, welches wohl am häufigsten in den meisten Haushalten eingesetzt wird. Genaugenommen ist dieses Salz chemisch betrachtet Natriumchlorid und wird Lebensmitteln bei der Verarbeitung und Konservierung künstlich zugesetzt, was dazu führt, dass man bei dem Genuss etwa Vorsicht walten lassen sollte.

Denn letztendlich nehmen die meisten Menschen ohnehin bereits zu viele industriell verarbeitete Lebensmittel zu sich und somit auch mehr Salz als notwendig und gesund ist. Selbst Mineralwasser kann durchaus salzhaltig sein, so dass auch dadurch der Verzehr deutlich gesteigert werden kann. Dies bedeutet, dass Menschen im Durchschnitte etwa 10 bis 12 g Kochsalz täglich zu sich nehmen und dies ist doppelt so viel wie empfohlen.

Ein Erwachsener sollte nicht mehr als 5 g pro Tag verzehren. Alles andere gilt bereits als ungesund. Denn eine hohe Kochsalzzufuhr begünstigt die Entwicklung eines arteriellen Bluthochdrucks und Diabetiker entwickeln darüber hinaus ein besonders hohes Risiko an Herz-Kreislauf- und Gefäßerkrankungen wie Retinopathie, Nephropathie und Neuropathie zu erkranken.

Darüber hinaus kann der übermäßige Genuss von Kochsalz zu einer überhöhten Kalziumausscheidung über den Urin führen, was Osteoporose begünstigt und das Risiko erhöht, an Magenkrebs zu erkranken. Begünstigt wird ebenso auch die Bildung von Nierensteinen, vor allem Kalziumoxalat- und Zystin-Steinen sowie auch eine übermäßige Ansammlung von Wasser im Körper.

Bedenkt man, welche Folgen mit einem übermäßigen Kochsalzverzehr in Zusammenhang stehen, sollten Menschen grundsätzlich ihre Zufuhr vom Kochsalz herunterschrauben und zwar auf eine Höchstmenge von 6 g pro Tag, was etwa 2,4 g Natrium entspricht.

Zu bedenken ist allerdings, dass Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen mehr schwitzen, auch einen höheren Bedarf an Kochsalz haben. So scheidet man beispielsweise mit einem Liter Schweiß etwa 2,6 g Kochsalz aus. Bei Menschen, die Hitze nicht gewohnt sind, kann die Menge sogar bei 4,5 g Kochsalz liegen. Hitzegewohnte Menschen dagegen scheiden wahrscheinlich nur bis zu 1,75 g Kochsalz aus.

Die richtige Zufuhr von Kochsalz

Wie bereits angeschnitten nehmen die meisten Menschen mehr als doppelt so viel Kochsalz zu sich, als sie tatsächlich benötigen. Daher ist es meist nicht notwendig, zusätzlich Kochsalz zuzuführen – und dies selbst dann nicht, wenn ein Mensch viel schwitzt oder jede Menge Sport treibt. Denn letztendlich kann der Mehr bedarf jederzeit durch die Nahrung kompensiert werden. Die einzige Ausnahme ist dann gegeben, wenn eine extrem hohe Belastung vorliegt – wobei hier Empfehlungen von einer Zugabe zwischen 0,4 und 2,5 g pro Liter gegeben werden.

Ernährung mit wenig Salz

Häufig ist es notwendig, dass Menschen sich salzarm ernähren sollen. Das bedeutet, dass der Natriumgehalt auf Zutatenlisten in Kochsalz umgerechnet werden müssen. Hierbei entspricht 1 Gramm Natrium 2,5 Gramm Kochsalz.

Besonders salzhaltig sind Lebensmittel wie Gepökeltes und Geräuchertes, Wurst, roher Schinken sowie auch gekochter Schinken, geräucherter Speck, Fischerzeugnisse aus gesalzenen Fischen, Fischkonserven, Salzheringe, Matjes, unterschiedliche Brotsorten, Salz- und Laugengebäck, Salzstangen, Cracker, Cornflakes, süßes Kleingebäck, gesalzene Butter, Käse und verschiedene Würzmischungen. Insbesondere bei Fertigprodukten wie Dosennahrung, fertige Saucen sowie auch in Knabbergebäck etc. ist der Salzgehalt sehr hoch und sollte beachtet werden.

Salzarm kann eine Ernährung dann sein, wenn die Nahrung insgesamt weniger als 4 bis 6 g Kochsalz täglich enthält. Dies ist umzusetzen, indem man sein Augenmerk nicht ausschließlich auf die Nahrung, sondern ebenso auch auf das Mineralwasser legt. Hierbei gilt als natriumarm, wenn die Menge von 20 mg Natrium pro Liter nicht überschritten wird.

Zu den besonders salzarmen Nahrungsmitteln zählen Nahrungsmittel mit max. 0,3 g Kochsalz/100 g wie beispielsweise auch Milch, Joghurt, Quark, Ei, frisches Fleisch, Geflügel, Wild, frischer Fisch, frisches und tiefgekühltes Gemüse, Obst, Nudeln, Reis, Getreideflocken, Kartoffeln sowie auch speziell hergestellte natriumarme Lebensmittel.

Frischkäse, Schalen- und Krustentiere, geräucherte Makrelen, Zwieback, Gebäck, Roggenmischbrot, Weizenbrot, Gemüsekonserven sowie auch Gemüsesäfte weisen einen mittleren Salzgehalt auf, weshalb man sie mit Vorsicht genießen sollte.

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