Peak-Flow

Das sogenannte Peak-Flow-Meter dient zur Kontrolle der Lungenfunktion und bei dem Peak-Flow handelt es sich um die Maximal-Geschwindigkeit, die sich auf das Herauspressen von Luft aus den Lungen bezieht. Dadurch kann die individuelle Lungenfunktion bestimmt werden.

Die Messung mit einem Peak-Flow-Meter wird auf die Weise ausgeführt, dass der Patient mit ganzer Kraft in das Röhrchen des Peak-Flow-Meters pustet. Hierbei wird die Scheibe innen im Gerät nach hinten gedrückt, was den Zeiger am Gerät verschiebt, so dass die Werte abgelesen werden können. Wie sich der Wert gestaltet ist von verschiedenen Faktoren anhängig wie dem Durchmesser der Atemwege sowie auch der Muskelkraft, die beim Ausatmen aufgebracht wird. Ebenso nimmt auch Anstrengung und der Koordination Einfluss, die für kräftiges Ausatmen notwendig sind. Liegt ein veränderter Peak-Flow-Wert vor, so ist von einer Veränderung im Durchmesser der Atemwege auszugehen. Dies kann auf einer nicht ausreichenden medikamentösen Einstellung beruhen oder auch mit unterschiedlichen anderen Faktoren wie Erkrankungen etc. im Zusammenhang stehen.

Eingesetzt wird das Gerät bei Asthmatikern, die eine entsprechende Einweisung erhalten und daher die Messung mehrfach täglich selbst durchführen können. Dies ist meist 2 Mal täglich vor der Einnahme von Medikamenten der Fall und je nach ärztlicher Absprache wird die Messung drei Mal durchgeführt und dann der höchste oder zweithöchste Wert in das Asthma-Tagebuch eingetragen. Liegen hohe Werte vor, sind die Atemwege frei. In den meisten Fällen zeigt sich der Peak-Flow-Wert am Morgen niedriger als am Abend.

Welche Werte als normal betrachtet werden

Die Normalwerte sind abhängig von Alter, Größe und Geschlecht – wobei sich der Wert wie folgt errechnen lässt:

Männer berechnen beispielsweise (6,14 x H – 0,043 x A + 0,15 – 1,64 x 1,21) x 60   l/min
Frauen berechnen beispielsweise (5,50 x H – 0,030 x A – 1,11 – 1,64 x 0,90) x 60   l/min

Hierbei stehen H für Größe in Metern und A für das Alter in Jahren.

Die Behandlung orientiert sich allerdings nicht an dieser Formal, sondern an den individuellen Beschwerden eines Patienten, so dass die Werte entsprechend abweichen könnten. Wichtig ist, dass immer dasselbe Gerät zur Messung eingesetzt wird und die Messung im Stehen ausgeführt wird.