Beschwerdebild Schnupfen – Was können Sie tun?
Schnupfen ist lästig – man riecht und schmeckt nichts, schläft schlecht und sucht ständig Taschentücher. Mit folgenden Tipps werden Sie ihn los und können schnell wieder durchatmen.
Was ist Schnupfen?
Schnupfen(Rhinitis) ist eine Entzündung der Nasenschleimhaut durch z.B. Viren. Normalerweise ist die Schleimhaut in Nase und Rachen eine Barriere zum Körperinneren, die Krankheitserreger abwehrt.
Ist die Schleimhaut vorgeschädigt, etwa weil sie schlecht durchblutet oder ausgetrocknet ist, haben die Viren leichtes Spiel. Die angegriffene Schleimhaut sondert vermehrt Schleim ab – zuerst ist das Sekret eher dünnflüssig und klar, später gelblich und dicker. Zusätzlich schwillt die Nasenschleimhaut an, was das Atmen erschwert – und Riechen und Schmecken beeinträchtigt.
Welche Ursachen hat Schnupfen?
Fast alle Menschen denken bei einer laufenden Nase zuerst an eine Erkältung oder Heuschnupfen, aber es gibt auch andere Ursachen.
Infektionen
Meist wird Schnupfen durch eine Infektion mit Viren ausgelöst, z.B. durch Rhinoviren oder Influenzaviren. Dieser “gewöhnliche“ akute Schnupfen dauert in der Regel nicht länger als acht bis zehn Tage, nicht selten treten auch andere Erkältungssymptome wie Husten oder Halsweh auf.
Allergien
Immer mehr Menschen leiden unter allergischem Schnupfen, dem Heuschnupfen. Er ist eine Überreaktion unseres Immunsystems auf bestimmte Eiweißstoffe, die in Pflanzenpollen enthalten sind. Sobald die Pollen in Augen oder Nase eines Allergikers geraten, beginnt das Immunsystem verrückt zu spielen – die Augen tränen, die Nase läuft. Die “üblichen Verdächtigen” bei Heuschnupfen sind früh blühende Bäume wie Birke oder Haselnuss sowie Gräserpollen. Andere Auslöser für allergischen Schnupfen sind z.B. Tierhaare, Hausstaub, Schimmelpilze, Nahrungsmittel oder Medikamente.
Chronischer Schnupfen
Chronischer Schnupfen wird durch Luftverschmutzung, Rauchen, bestimmte Medikamente, Alkoholeinfluss oder durch Hindernisse in der Nase wie eine verkrümmte Nasenscheidewand, Polypen oder auch einen Tumor ausgelöst. Auch Bakterien, Viren, Pilze oder Parasiten verursachen die chronischen Beschwerden, die meist nicht ständig vorhanden sind, sondern immer wieder plötzlich auftreten und häufig nur wenige Stunden dauern.
Polypen
Schleimhautvorwölbungen der Nasenschleimhaut nennt man Polypen – sie entstehen z.B. durch eine chronische Entzündung der Schleimhaut. Die Atmung durch die Nase und der Geruchssinn werden durch Polypen erheblich beeinträchtigt, häufig besiedeln die entzündete Schleimhaut Bakterien und es kommt zu eitrigem Schnupfen.
Arzneimittelschnupfen
Besonders heimtückisch ist Schnupfen, der durch den regelmäßigen Gebrauch von Nasensprays ausgelöst wird. Viele dieser Sprays enthalten Sympathomimetika, die die Nasenschleimhaut abschwellen. Werden diese Mittel jedoch zu lange angewendet, führen sie ihrerseits zu einem Anschwellen der Nasenschleimhaut. Wird dann wieder ein Nasenspray angewendet, entsteht schnell ein Teufelskreis.
Komplikationen
Manchmal verursacht Schnupfen ernstere Komplikationen und macht einen Besuch beim Arzt unumgänglich. Wenn die Schleimhaut sehr stark anschwillt und das Sekret nicht mehr aus den Nasennebenhöhlen abfließen kann, kommt es zu einer Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis), die von starken Kopfschmerzen und oft auch Fieber begleitet wird. Bei Kindern kann der Schnupfen auch zu einer sehr schmerzhaften Mittelohrentzündung führen. Für Säuglinge und Kleinkinder ist schon ein “normaler“ Schnupfen problematisch, da sie fast ausschließlich durch die Nase atmen. Schnupfen erschwert dies. Deshalb verweigern sie womöglich die Nahrungsaufnahme, wodurch sich der Allgemeinzustand schnell verschlechtern kann.
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