Immer an die Schilddrüse denken!

Immer auch an die Schilddrüse denken
Meist entwickeln sich diese Anzeichen außerdem gerade bei älteren Menschen allmählich im Laufe der Zeit und können deshalb als Alterserscheinungen fehlgedeutet werden, ohne dass der möglichen Schilddrüsenursache auf den Grund gegangen wird. Von einer solchen Fehldeutung können neben den älteren Menschen mit Schilddrüsenstörungen auch junge Frauen betroffen sein: Nahezu jede zehnte Frau entwickelt nach der Geburt eines Kindes eine Entzündung der Schilddrüse (Thyreoiditis), die ebenfalls mit depressionsähnlichen Symptomen verbunden sein kann.
Diese Stimmungsschwankung hat dann nichts mit dem bekannten “Baby-Blues” oder einer überlasteten Mutter zu tun, sondern mit einer körperlichen Reaktion, die unbedingt behandelt werden muss. Für viele psychische Erkrankungen gilt: Sowohl Arzt als auch Betroffener sollten hier an die Möglichkeit einer Schilddrüsenstörung denken. Die Überprüfung der Schilddrüse mit einer Blutuntersuchung ist einfach und lohnt sich auf jeden Fall. Denn wird die Funktionsstörung vom Arzt erkannt und entsprechend behandelt, verschwinden auch die seelischen Probleme meist wieder. Doch auch wenn die Depression andere Ursachen hat und eine Behandlung mit antidepressiven Arzneimitteln begonnen werden soll, können Schilddrüsenhormone manchen Menschen helfen.
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