Beschwerdebild Schnupfen – So werden Sie selbst aktiv
So werden Sie selbst aktiv
Schnupfenist meist harmlos und verschwindet von selbst, besonders wenn Sie Ihren Körper aktiv bei der Genesung unterstützen. In folgenden Fällen sollten Sie jedoch unbedingt einen Arzt aufsuchen:
- wenn die Beschwerden länger als sieben Tage dauern
- wenn Sie Schmerzen im Kopf- oder Stirnbereich, in den Ohren oder dem Kiefer haben
- wenn Sie hohes Fieber bekommen
- wenn Säuglinge oder kleine Kinder betroffen sind
- wenn Sie stark husten oder unter Atembeschwerden leiden.
Das richtige Drumherum
Am wichtigsten ist die ausreichende Flüssigkeitszufuhr.
Trinken Sie mindestens zwei, besser drei Liter täglich. Sorgen Sie außerdem für ein angenehmes Raumklima: Zu warme, trockene Räume sind nichts für Ihre gestresste Nasenschleimhaut. Stellen Sie einen Luftbefeuchter auf oder hängen Sie alternativ feuchte Handtücher auf. Meiden Sie verrauchte, überheizte Räume!
Medikamente
Nasensprays und -tropfen lassen die Nasenschleimhaut abschwellen und sorgen für eine ruhige Nacht. Einige enthalten Sympathomimetika – diese sollten Sie nur kurzzeitig anwenden, da sich sonst ein Arzneimittelschnupfen entwickeln kann. Bevor Sie solche Mittel bei kleinen Kindern anwenden, sollten Sie unbedingt einen Arzt hinzuziehen: Sie können sich auf das kindliche Herz- und Kreislaufsystem auswirken. Benutzen Sie besser spezielle Nasentropfen und -sprays für kleine Kinder.Unbedenklich sind Präparate, die die Nasenschleimhaut befeuchten. Dadurch schwillt die Schleimhaut ebenfalls ab, der zähe Schleim wird verflüssigt und kann besser abfließen. Sie enthalten z.B. natürliches Meersalz oder Emser Salz. Bei allergischem Schnupfen helfen Tabletten, die Cromoglicinsäure enthalten. Wenn der Schleim besonders zäh ist, wirken schleimlösende Präparate mit Acetylsalicylsäure, Ambroxol oder pflanzlichen Wirkstoffen wie Efeu oder Myrtol.
Inhalieren, Wickel und Spülungen
Auch Dampfbäder mit Kamille, Mineralsalzen oder Eibisch sind bewährt. Inhalatoren haben gegenüber der klassischen “Schüssel-und-Handtuch-Methode” den Vorteil, dass der Dampf nicht die Augen reizt. Nasenspülungen mit Meersalz befeuchten ebenfalls die Nasenschleimhaut und bringen sie zum Abschwellen.Alternativ legen Sie sich mit einem warmen Brustwickel ins Bett und schwitzen den Schnupfen aus. Stellen Sie den Wickel entweder nur mit feuchten Handtüchern her oder geben Sie zusätzlich gekochte, zerdrückte, noch warme Kartoffeln hinein. Ein trockenes Handtuch darüber und dann ab ins Bett und gesund geschlafen!
Trinken, trinken, trinken
Mit Kräutertees schlagen Sie zwei Fliegen mit einer Klappe: Der heiße Tee verflüssigt den zähen Schleim, zusätzlich entfalten die Kräuter ihre heilende Wirkung. Probieren Sie z.B. einen Aufguss mit Fenchel, Salbei, Schafgarbe oder getrockneten Johannisbeeren. Auch Holundersaft hat sich bewährt, Sie können ihn pur oder gemischt mit Tee trinken. Und natürlich hilft auch eine selbst gemachte Hühnersuppe – sie nährt und enthält viel Flüssigkeit!
Hilfe aus der Homöopathie
Gegen wässrigen Schnupfen helfen z.B. Allium cepa (Zwiebel), Euphrasia officinalis (Augentrost) oder Natrium chloratum (Kochsalz). Für Kinder ist besonders Sambucus nigra (schwarzer Holunder) geeignet.
Druck für den Schnupfen
Yintang, ein besonders wichtiger Akupressurpunkt gegen Schnupfen, sitzt genau in der Mitte zwischen Ihren Augenbrauen. Ist Ihnen das zu schmerzhaft, wählen Sie den Punkt Dickdarm 4, der in der Mitte der fleischigen Falte zwischen Daumen und Zeigefinger sitzt. Drücken Sie den gewählten Punkt für ein bis zwei Minuten so fest, wie Sie es aushalten und wiederholen Sie den Vorgang nach Bedarf nach einer halben Stunde.
Vorbeugen hilft
Halten Sie Ihr Immunsystem durch ausgewogene Ernährung und Bewegung an der frischen Luft fit. Schlafen Sie in einem kühlen und gut gelüfteten Schlafzimmer und achten Sie dort auch auf die Luftfeuchtigkeit. Halten Sie Ihre Nasenschleimhaut feucht, indem Sie ausreichend trinken und eventuell inhalieren. Putzen Sie Ihre Nase richtig: Ein Nasenloch zuhalten und durch das andere schnäuzen. Verwenden Sie dasselbe Papiertaschentuch lieber einmal weniger als einmal mehr.
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