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Neurodermitis – Behandlung




Akute Neurodermitisschübe

Bei akuten Neurodermitis-Schüben kommen die Betroffenen an der medikamentösen Therapie nicht vorbei. Hier helfen verschiedene Salben und Medikamente zum Einnehmen:

  • Den Juckreiz lindern Antihistaminika. Man kann sie einnehmen (Tabletten, Saft) oder lokal anwenden (Gel, Creme, Stift). Zur äußerlichen Anwendung gibt es auch Produkte, die zusätzlich noch Hydrokortison enthalten.

    Der Juckreiz und die Entzündung werden dadurch noch stärker zurückgedrängt. Die meisten Produkte sind mittlerweile ohne Rezept erhältlich.

  • Stark entzündungshemmend und juckreizstillend wirken Kortisonsalben. Der Arzt kann sie bei akuten Schüben verordnen.
  • Kortisonfreie Salben mit den Wirkstoffen Tacrolimus und Pimecrolimus wirken antientzündlich. Sie sind in ihrer Wirkung vergleichbar mit Kortison, führen jedoch auch bei längerer Anwendung nicht zur Hautverdünnung. Die entsprechenden Produkte müssen vom Arzt verordnet werden und sollten bei Kindern erst ab zwei Jahren angewandt werden. Doch auch dann ist Vorsicht geboten: Es gibt noch nicht genug Daten zur Langzeitverträglichkeit, weshalb nach Ansicht der amerikanischen Zulassungsbehörde die Mittel nur eingesetzt werden sollten, wenn kortisonhaltige Medikamente nicht ausreichend wirken.
  • Antibiotika (verschreibungspflichtig) beziehungsweise antibiotikahaltige Einreibungen kommen bei Neurodermitis nur dann zum Einsatz, wenn es durch das Kratzen zu bakteriellen Infektionen der Haut gekommen ist.
  • Bei einem eher trockenen Ekzem und starkem Juckreiz empfiehlt sich die Anwendung von Polidocanol-haltigen Dermatika oder Johanniskrautextrakt-haltigen Cremes. Bei extremem Juckreiz ist auch die kurzzeitige Anwendung eines kortisonhaltigen Präparates bzw. die Einnahme von Antihistaminika angezeigt.
  • Bei nässenden Formen des Ekzems stehen entweder feuchte Umschläge mit gerbstoffhaltigen Extrakten (Regel: feucht auf feucht!) z.B. mit Eichenrinde oder auch zinkhaltige Pasten (Pasta zinci mollis) im Vordergrund der Therapie. Gerade im Kindesalter werden Gerbstoffe wegen ihrer guten Verträglichkeit eingesetzt, da sie antientzündlich, leicht juckreizlindernd wirken und den Wasserhaushalt der Haut regulieren.

Neurodermitis-Schüben kann man auch vorbeugen, wenn man weiß, worauf man überempfindlich oder allergisch reagiert. So leiden beispielsweise viele Neurodermitiker unter Allergien gegen Pollen, Schimmelpilze, Tierhaare oder Hausstaubmilben. Bei Kontakt mit dem jeweiligen Allergieauslöser kann dann ein Schub ausgelöst werden. Neurodermitiker sollten möglichst alles meiden, was die Haut reizen könnte. Auch die Kleidung spielt eine Rolle. Grundsätzlich profitieren die Betroffenen von leichter Baumwollkleidung, während Wolle auf der Haut den Juckreiz eher fördert.

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