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Haarausfall – Helfen Haartransplantation und Hormontherapien?




Kräftiges und volles Haar ist gleichbedeutend mit Jugend und Attraktivität, und so schmerzt es jeden, wenn es ausfällt. Jeder zweite Mann und immerhin noch jede zehnte Frau sind betroffen – sei es durch erblich bedingten oder auch krankhaften Haarausfall. Die psychische Belastung ist groß und entsprechend groß sind die Hoffnungen, die auf “Wundermittel“ gesetzt werden.

Als dauerhaft wirksam gilt die Haartransplantation. Aber es gibt auch andere zumindest zeitweise wirksame Mittel.

Die menschliche Haarpracht

Unsere Haare bestehen aus Keratin, sind also zunächst nichts anderes als Hornfäden mit Pigmenten – und dennoch der schönste natürliche Schmuck. Zwischen 100.000 und 150.000 Haare hat der Mensch auf dem Kopf, zwischen 80 und 100 davon fallen täglich aus und wachsen wieder nach. Die Kopfhaare beim Menschen hören nicht bei einer bestimmten Länge zu wachsen auf, sondern sprießen pro Monat rund einen Zentimeter. Rund sieben Jahr kann ein Haar wachsen, bevor es ausfällt und dann wieder nachwächst. Leider trifft dies nicht auf jeden zu. Haarausfall – Alopezie – ist ein weit verbreitetes Problem. Wer über längere Zeit mehr als 100 Haare täglich verliert, leidet unter Haarausfall. Grundlegend wird zwischen zwei verschiedenen Formen, dem erblichen und dem krankhaften Haarausfall, unterschieden.Bruce Willis, Yul Brunner, Vin Diesel und sogar Meister Proper wirken maskulin und stark und nicht unattraktiv mit ihren Glatzen. Dennoch haben die meisten Männer ein Problem damit, wenn irgendwann zwischen 20 und 30 der Haarausfall eintritt. Normalerweise beginnt es schleichend an den “Geheimratsecken“. Diese wachsen nach hinten, später ist der Tonsurbereich des Hinterkopfes betroffen. Der Verlust geht über Jahre so lange weiter, bis nur noch ein mehr oder weniger dürftiger Haarkranz verbleibt.

Genetisch bedingter Haarausfall

Vom Haarverlust ist jeder zweite Mann betroffen. Das liegt den Männern sozusagen in den Genen, denn das Hormon Dihydrotestosteron (DHT) ist Schuld. Der hormonell-erbliche Haarausfall – die so genannte androgenetische Alopezie – ist die häufigste Form des Haarverlustes. Es handelt sich um eine ererbte Empfindlichkeit in den Haarwurzeln gegen das männliche Dihydrotestosteron, das auch Frauen produzieren. Es veranlasst zunächst das Ausfallen der Haare und dann das Absterben der Haarwurzel, so dass nichts mehr nachwächst. Verschiedene Regionen des Kopfes sind unterschiedlich sensibel gegenüber DHT. Unempfindlich sind die Haare im Haarkranz-Bereich am Hinterkopf. Daher werden bei Haartransplantationen immer Haare aus diesem Bereich entnommen und auf dem Oberkopf transplantiert.

Krankhaft bedingter Haarausfall

Beim kreisrunden Haarausfall (Alopecia areata) bilden sich an verschiedenen Stellen des Kopfes kreisrunde kahle Stellen. Die Ursache ist eine Autoimmunreaktion des Körpers gegen die Haarfollikel. Ein Follikel ist ein kleiner Sack nahe der Haarwurzel. Der Follikel hat ein Wachstumszentrum, die Hautpapille, die Nährstoffe aufsaugt und so ständig Zellen bildet, die die Haut durchstoßen. Auf diese Weise wächst das Haar. Zu Beginn der Erkrankung verlieren die Haare zunächst ihr Pigment, sie werden grau. Charakteristisch sind kreisrunde oder oval geformte Kahlstellen auf der Kopfhaut. Im Randbereich dieser Stellen findet man die charakteristischen Kolbenhaare, die nur einen halben Zentimeter lang und wenig pigmentiert sind, gelegentlich sind sie am Ende gespalten. Vorwiegend sind der Hinterkopf und die seitliche Region des behaarten Kopfes betroffen, seltener Wimpern, Bart und die übrige Körperbehaarung. Die kahlen Stellen schmerzen und jucken nicht.Auch Stoffwechselerkrankungen, Medikamente, sowie Eisenmangel, hormonelle Störungen und extremer psychischer Stress können den Haarstoffwechsel negativ beeinflussen und zum so genannten diffusen Haarausfall führen. Ebenso kann in seltenen Fällen eine Fehl- oder Mangelernährung den Verlust der Haare verursachen. Schließlich gibt es noch den physiologischen Haarverlust. Er ist selten und tritt nach einer Schwangerschaft oder in der Menopause auf, was mit einem plötzlichen Abfall des weiblichen Hormons Östrogen zusammenhängt. Normalisiert sich der Östrogenspiegel wieder, regelt sich meist auch der Haarausfall nach einiger Zeit.Bevor man nun zu allen nur erdenklichen Mitteln greift, um das Haarwachstum anzukurbeln, sollte ein Hautarzt aufgesucht werden, denn die Gründe für Haarausfall sind vielfältig. Professor Rolf Hoffmann, Haarausfall-Spezialist in Freiburg, betont dazu in Focus online: “Es gibt keine Wundermittel, die gegen anlagebedingten Haarverlust wirken und auf einer komplett haarlosen Glatze nach Jahren neue Haare sprießen lassen”.

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