Venenerkrankungen: Therapien

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Pflanzliche Behandlung von Venenleiden

WelchePflanzen helfen den kranken Venen?Phytotherapie ist die Behandlung mit Arzneimitteln, die ausschließlich aus Pflanzen, Pflanzenteilen oder Pflanzeninhaltsstoffen besteht. Diese Therapie hat ihren Ursprung in der Kräutermedizin der frühen Jahrhunderte.Eine der bekanntesten Phytotherapeutika ist die Rosskastanie. Ihre Wirkstoffe stabilisieren dasVenengerüst, wirken zusammenziehend, entzündungshemmend, durchblutungsfördernd, gewebeentwässernd und schwellungshemmend.

Aber auch Buchweizen, Steinklee-Extrakte, Mäusedorn, Kuhschelle und die virginische Zaubernuss können die Gefäße gegen Wasseraustritt "abdichten".Wie gelangen heilende Pflanzenwirkstoffe in die Venen? Die Präparate gibt es als Kapseln oder Dragees, in Salben, als Tee und als Tinktur. Jedoch sollte man etwas Geduld haben. Die Phytotherapeutika entfalten Ihre heilende Wirkung erst nach längerer Einnahme.

Kneipp-Therapie bei Venenleiden

Sebastian Kneipp hat ein ganzheitliches Therapiekonzept entwickelt, dass nahezu alle Grundlagen der Naturheilkunde umfasst. Bei einer Kneipp-Kur werden systematisch Wärme und Kälte eingesetzt. Ebenso Licht, Luft und Wasser. Neben Bewegung, Entspannung und einer natürlichen Ernährung spielt auch eine strenge Lebensordnung eine besondere Rolle. Die Kneipp-Kur wird angewendet zur allgemeinen Gesunderhaltung und Abhärtung sowie auch zur Heilung von Krankheiten, insbesondere bei Herz-Kreislauf- und Gefäßerkrankungen sowie vegetativ-nervalen Funktionsstörungen u.v.m.

Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)

Die Traditionelle Chinesische Medizin bekommt auch in unseren Breitengraden einen immer höher werdenden Stellenwert. Denn ihre Heilungsmethoden gelten nicht nur als sanft, sie beteiligen den Patienten auch stärker am Genesungsprozess. Das Herzstück der TCM ist die Arzneimitteltherapie, die auf der Kombination von Heilkräutern, tierischen Substanzen und Mineralien beruht. Der Körper wird als Ganzes gesehen, in dem alle Körperteile, Organe und Organsysteme durch Energiebahnen, die Meridiane, verbunden sind, durch die das Qi frei fließen kann. Ist dieser Fluss gestört, macht sich dies je nach Art der Störung in Symptomen und Krankheiten bemerkbar.

Blutegel zur Venenbehandlung

Der Blutegel (Hirudo medicinalis officinalis) wird schon seit Jahrtausenden zu therapeutischen Zwecken verwendet. Der Blutverlust durch das Saugen der Blutegel und die verlängerte Nachblutung entsprechen einem sehr sanften und langsamen Aderlass, mit Abnahme der Blutkörperchen, Eiweißverlust und lokaler Entstauung. Der Blutverlust wird durch Flüssigkeit ersetzt, wodurch es zu einer deutlichen Blutverdünnung und damit zu einer Verbesserung der Fließeigenschaft des Blutes in den Endstrombahnen kommt. Dieser Effekt wird durch das vom Blutegel abgegebene Antikoagulanz (Hirudin) verstärkt. Der Blutegelspeichel enthält außerdem Histamin, das gefäßerweiternd und blutdrucksenkend wirkt sowie weitere Stoffe mit entkrampfenden und entzündungshemmenden Eigenschaften. Blutegel übertragen keine Krankheiten. Die Sorgen, dass durch Blutegel Krankheiten übertragen werden könnten, lassen Patienten oft zurückschrecken. Sie sind unbegründet, denn die Blutegel werden in Zuchtanstalten kultiviert und über Apotheken bezogen. Jeder Blutegel darf nur einmal verwendet werden.

Sauerstofftherapie bei offenen Beinen

Schwer heilende Problemwunden, wie z.B. "offene Beine" zählen zu den Leiden, bei denen die Sauerstofftherapie (HBO) wirksam helfen kann. Hierbei atmet der Patient in einer Druckkammer bei einem Druck von 2,0 bis 3,0 bar reinen Sauerstoff ein. Über die Blutbahnen gelangt vermehrt Sauerstoff zu den Geweben und schließlich in die Körperzellen. Die Sauerstoffversorgung ist jetzt dort wesentlich höher als normal und kann den körpereigenen Abwehrmechanismus besser aktivieren, um die Neubildung der Blutgefäße im Wundbereich zu fördern.

Kältetherapie

Kälte ist für die meisten Menschen etwas Unangenehmes. Die Gefäße verengen sich und der Körper fängt an zu zittern. Aber Kälte kann auch heilen. Sie ist ein altbekanntes Heilmittel zur Schmerzlinderung und Abschwellung. Bei einigen Erkrankungen ist die therapeutische Wirkung der Kälte positiv belegt. Kälte wirkt schmerzlindernd, entzündungshemmend, abschwellend und durchblutungsfördernd. Jeder sechste Mann und jede fünfte Frau ist von Venenerkrankungen betroffen. Oft ist eine Umstellung der privaten Lebensumstände nötig, um die Beschwerden zu lindern. Dazu bieten sich Naturheilverfahren an, da sie sich mit geringem Aufwand in den Alltag integrieren lassen. Zusätzlich können die Betroffenen aktiv daran mitwirken, den Heilungsprozess zu beschleunigen und weiteren Erkrankungen vorzubeugen. Jede Venenerkrankung gehört in die Hand eines ärztlichen Spezialisten (Phlebologe).

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