May 20, 2010
Naturheilverfahren: Phototherapie
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Naturheilmittel
Phototherapie
Die Phototherapie gehört zusammen mit der Heliotherapie (Helios, gr. = Sonne) zu den medizinischen Behandlungen mit Licht. Die Phototherapie arbeitet mit künstlichen Lichtquellen wie UV- oder Weißlicht-Lampen. Die Heliotherapie nutzt dagegen das natürliche Sonnenlicht. Folgende phototherapeutische Anwendungsgebiete werden unterschieden:
- Infrarot-Licht: Wärmestrahlung bei rheumatischen Erkrankungen oder chronischen Entzündungen (z.
B. Nasennebenhöhlen)
- Weißes Licht: Bestrahlungen bei Schlafstörungen und Winterdepressionen
- UV-Strahlung: Hauterkrankungen (Neurodermitis, Schuppenflechte, Akne), Gelbsucht bei Neugeborenen.
Eine Phototherapie im weitesten Sinne ist auch die Anwendung von Lasern, die in den letzten Jahren in vielen Bereichen der Medizin Einzug gehalten hat (zum Beispiel in der Chirurgie, Augenheilkunde, Krebstherapie, bei kosmetischen Behandlungen).
Infrarot-Licht
Die Wirkungen der verschiedenen Lichtformen auf den Körper sind sehr unterschiedlich. Das Infrarot-Licht hat vor allem eine wärmende Wirkung. Es steigert die Durchblutung, wirkt muskelentspannend und schmerzlindernd.
UV-Licht
Das UV-Licht wirkt besonders auf die Haut. Eine Bestrahlung kann das Immunsystem in den oberen Hautschichten beruhigen. Dies ist bei allergischen Erkrankungen wie Neurodermitis wichtig, da sie auf einem überaktiven Immunsystem beruhen. Auch entzündliche Hauterkrankungen lassen sich mildern. Bei Schuppenflechte wirkt die Strahlung wachstumshemmend und kann so die vermehrte Bildung und Abschuppung der Hautzellen stoppen. In der Kinderheilkunde wird UV-Licht gegen die Gelbsucht bei Neugeborenen eingesetzt. Diese Gelbfärbung der Haut beruht auf der Einlagerung eines Abbauproduktes des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin, der nur in geringen Mengen über die Niere ausgeschieden werden kann. Durch die UV-Bestrahlung zerfällt der Farbstoff in gut lösliche Bestandteile, die über den Urin ausgeschieden werden können.
Weißes Licht
Die Bestrahlung mit weißem, hellem Licht, das in etwa der Zusammensetzung des Sonnenlichtes entspricht, findet vor allem in der Therapie von Schlafstörungen Anwendung. Diese Methode wird im Allgemeinen als Lichttherapie bezeichnet. Schlafstörungen liegen häufig Verschiebungen des biologischen Tagesrhythmus zugrunde (z.B. Schichtarbeit). Eine Bestrahlung vor einem Leuchtschirm ("Lichtdusche") kann den Organismus wieder in Übereinstimmung mit der Tageszeit bringen. Genutzt werden die Leuchtschirme auch bei der Behandlung von so genannten Winterdepressionen. Ausgelöst werden diese psychischen Störungen durch einen Mangel an Sonnenlicht, was zu einem Ungleichgewicht von wichtigen Botenstoffen und Hormonen (Melatonin, Serotonin) führt. Auf keinen Fall aber gehören Besuche in kommerziellen Solarien dazu. Eine Lichttherapie mit UV-Licht muss immer medizinisch sinnvoll sein und überwacht werden.
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May 19, 2010
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Naturheilmittel
Falsches, vor allem zu flaches Atmen kann zu einer Unterversorgung mit Sauerstoff führen und den Körper in seiner Leistungsfähigkeit und in seinem Wohlbefinden stark beeinträchtigen. Denn bei einer zu flachen Atmung wird die Kapazität der Lunge nicht vollständig ausgenutzt. In den Lungenbläschen bleibt immer noch ein Teil verbrauchter Luft zurück und die Muskeln und Organe – aber vor allem das Gehirn – erreichen nicht ihre volle Leistungsfähigkeit.
Atemübungen
Die Atemtherapie versucht diese Defizite auszugleichen und soll es ermöglichen, auch in belastenden Situationen kontrolliert und richtig zu atmen. Die Atemübungen fördern die Sauerstoffaufnahme in der Lunge und sollen Muskelverspannungen lösen. Da die Atmung über das vegetative Nervensystem gesteuert wird, kann umgekehrt das vegetative Nervensystem auch über den Atem beeinflusst und harmonisiert werden. Die Atemtherapie hat mittlerweile einen festen Platz in der Rehabilitation nach Operationen im Brustbereich oder zur unterstützenden Behandlung von Atemwegserkrankungen (z. B. Asthma, chronische Bronchitis Mukoviszidose) gefunden.
Kosten der Atemtherapie
Wenn die Therapie von einem Vertragsarzt im Rahmen einer Therapie oder Rehabilitation verordnet wird, übernehmen die Kassen in der Regel die Kosten für die Behandlung. Wer seine Atemtechnik zur Entspannung und Erholung nach einem stressigen Arbeitstag verbessern will, der muss die Kosten dafür selber tragen. Vielfach bieten die Krankenkassen solche Kurse auch zusammen mit den Volkshochschulen an.
May 19, 2010
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Naturheilmittel
Fast 70 Prozent der Deutschen stehen natürlichen Heilverfahren positiv gegenüber. Immer mehr Kranke besuchen einen der rund 7.500 deutschen Heilpraktiker. Auch in viele Hausarztpraxen haben Naturheilverfahren Einzug gehalten. Doch wer sich homöopathisch behandeln lassen will, sollte die Finanzierung vorher mit der Krankenkasse abklären. Denn meist ist er auf deren Kulanz angewiesen.
Naturheilverfahren auf Rezept?
Nach dem Fünften Sozialgesetzbuch müssen die Kassen "besondere Therapierichtungen" zwar angemessen berücksichtigen, doch gibt es hier Raum für Interpretation.
Gesetzliche Kassen zahlen in der Regel nur, wenn der Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen, der alle medizinischen Therapien begutachten muss, die Methoden ausdrücklich empfiehlt. Die privaten Krankenversicherungen zahlen oft ohne diese Empfehlung. Im Fall der Akupunktur z.B. haben sich die Kassen ein Hintertürchen offen gelassen: Sie können die Kosten für die beliebte chinesische Nadelmethode im Rahmen von Modellversuchen bei chronische Kopfschmerzen, Lendenwirbelsäulenschmerzen und Schmerzen bei Gelenkerkrankungen übernehmen. Für andere Heilverfahren ist dieses Vorgehen zwar grundsätzlich auch möglich, wird aber nicht praktiziert. Außerdem muss ein zugelassener Kassenarzt die Behandlung verschreiben. Die Behandlung durch einen Heillpraktiker zahlen die gesetzlichen Krankenkassen nicht.
Fragen Sie Ihren Arzt und Ihre Krankenkasse
- Bitten Sie Ihre Kasse um eine Liste der erstattungsfähigen Therapien.
- Besprechen Sie mit Ihrem Sachbearbeiter, ob die Kasse die Kosten auch in Ihrem Fall übernimmt.
- Lassen Sie sich von Ihrem Arzt einen Diagnose- und Therapiebericht geben und reichen Sie diesen bei Ihrer Kasse ein.
- Bitten Sie die Krankenkasse vor der Behandlung um eine schriftliche Bestätigung der Kostenerstattung.
- Erkundigen Sie sich beim Vertrauensapotheker Ihrer Krankenkasse, welche Medikamente bezahlt werden.
- Klären Sie, ob Sie an einem Modellprojekt teilnehmen können, das eine Behandlung nach der von Ihnen gewünschten Methode untersucht.
Auch wenn die Situation im deutschen Gesundheitswesen derzeit sehr angespannt ist, gibt es Naturheilverfahren, bei denen die Krankenkassen mindestens einen Teil der Kosten übernehmen. Umfang und Dauer der Kostenübernahme sollte aber in jedem Fall vorher abgesprochen werden.