Bäume mit Heilkräften: Ginko bis Rosskastanie

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Ginkgo – hält das Gehirn fit

Herkunft:Wer von Elefantenohr- oder Entenfußbaum redet, meint den in China und Japan heimischen Ginkgobaum. Er gehört angesichts der besonderen Beschaffenheit seiner Blätter sowohl zu den Nadel- als auch zu den Laubbäumen. Ginkgobäume scheinen unverwüstlich, es gab sie schon vor gut 300 Millionen Jahren.

Das erste sprießende Grün in Hiroshima nach dem Atombombenabwurf 1945 war ein Ginkgobaum.Wirkung: Die Inhaltsstoffe der getrockneten Blätter verbessern die Fließeigenschaften des Blutes und fördern so die Durchblutung. Darüber hinaus stabilisiert und schützt Ginkgo Nervenzellen im Gehirn, was deren Überleben und Leistungsfähigkeit verbessern kann.Präparate: Tabletten, Tropfen, LösungenEinsatzgebiete: Verminderte Leistungsfähigkeit des Gehirns, Durchblutungsstörungen der Beine, Tinnitus.Vorsicht: Bei gleichzeitiger Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten.Tipp: Ein Therapieeffekt tritt frühestens nach sechs Wochen ein; nehmen Sie das Präparat daher ausreichend lange, aber nicht als Dauermedikament ein.

Lapacho – stärkt die Abwehr

Herkunft: In den Regenwäldern Süd- und Mittelamerikas wächst der bis zu 35 Meter hohe Lapachobaum und trägt von Mai bis Sommer üppige, glockenförmige rote oder gelbe Blüten. Die Indianer nennen ihn den Baum des Lebens.Wirkung: Schon die Inkas haben aus der Rinde des Baumes einen aromatischen Heiltee hergestellt, der sie vor Krankheiten schützen sollte. Heute wird nur noch die Innenrinde verwendet, in der sich vor allem das entzündungshemmende und die Abwehrkräfte stärkende Beta-Lapachon befindet. Ist die Heilwirkung der Lapachorinde bei uns noch weitgehend unbekannt, erfreut sie sich im Norden Amerikas großer Beliebtheit.Präparate: Tee, Kapseln, Pulver, ExtraktEinsatzgebiete: Erkältungen, Infektanfälligkeit, entzündete Hautstellen.Vorsicht: Nicht in der Schwangerschaft einnehmen.Tipp: Lagern Sie den Tee dunkel und trocken, so ist er mehrere Jahre haltbar.

Linde – schützt vor Erkältung

Herkunft: Die stattlichen, bis 25 Meter hohen Sommer- und Winterlinden mit ihren dichten Kronen sind in Mitteleuropa weit verbreitet. Unter der Linde wird getanzt und sie bietet in Biergärten Schatten. Die weißlichen Blütendolden ziehen im Frühsommer nicht nur die Bienen an, sondern betören auch die Menschen mit ihrem süßlichen Duft.Wirkung: Aus den getrockneten Blüten wird ein wohlschmeckender Tee hergestellt, der vor allem bei fiebrigen Erkältungen mit trockenem Reizhusten Linderung verschafft. Die Blüten enthalten überwiegend Schleimstoffe, aber auch gelbe Farbstoffe, sogenannte Flavonoide, ätherische Öle und Gerbstoffe. Die Inhaltsstoffe sollen Bakterien abtöten und das Immunsystem unterstützen können. Präparate: Tees, Bonbons, Badezusatz.Einsatzgebiete: Fieberhafte Erkältungen mit Reizhusten.Tipp: Trinken Sie in der feuchten und kalten Jahreszeit regelmäßig eine Tasse Lindenblütentee, um sich vor Erkältungen zu schützen. Um die Schweißproduktion anzuregen, nehmen Sie 2 bis 3 Teelöffel Lindenblüten pro Tasse.

Rosskastanie – gut für die Beine

Herkunft: Die in den Gebirgen Griechenlands heimische Rosskastanie findet sich heute auch bei uns. Mit ihren fünf- bis siebenfingrigen Blättern und einer dichten Laubkrone ist sie eine imposante Erscheinung. Im Gegensatz zur Esskastanie sind die Früchte der Rosskastanie für Menschen nicht genießbar, sie dienen höchstens als Futtermittel für manche Stall- und Wildtiere.Wirkung: Arzneimittel werden aus den getrockneten Früchten der Rosskastanie gewonnen, die als führenden Wirkstoff Aescin enthalten. Diese Substanz verhindert Entzündungen, fördert den Blutfluss und stabilisiert die Gefäßwände, sodass keine Flüssigkeit in das umgebende Gewebe austritt. Daher werden Rosskastanienpräparate gerne bei geschwollenen Beinen eingesetzt.Präparate: Salben, Tabletten, Dragées, Tinkturen, Badezusatz, ShampooEinsatzgebiete: Krampfadern, Wadenkrämpfe, Schmerzen und Schweregefühl in den Beinen.Vorsicht: Nicht verwenden bei Kindern unter zwölf Jahren. Tipp: Präparate zum Schlucken sollten während einer Mahlzeit genommen werden.

Bäume mit Heilkräften: Sägepalme bis Zimt

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Sägepalme gegen Prostataleiden

Herkunft :D ie strauchartige Palme wächst in Küstennähe im südlichen Teil Nordamerikas. Die reifen, in der Luft getrockneten Früchte werden für die Heilmittelherstellung verwendet.Wirkung: Die Hauptinhalts- und -wirkstoffe sind Steroide. Sie wirken den männlichen Hormonen entgegen und können die Vergrößerung der Prostata (Vorsteherdrüse) verhindern.

Beschwerden beim Wasserlassen, die auf eine vergrößerte Prostata zurückzuführen sind, verbessern sich mit Sägepalmen-Präparaten.Präparate: KapselnEinsatzgebiete: Gutartige Vergrößerung der Prostata (Stadien I und II).Vorsicht: Führt in seltenen Fällen zu Magenbeschwerden. Tipp: Auch bei Beschwerdebesserung sollten Sie regelmäßig zum Arzt gehen, um die Prostata kontrollieren zu lassen.

Teebaum sorgt für reine Haut

Herkunft: Der immergrüne Teebaum gehört zu den Myrtengewächsen und ist in Australien heimisch.Wirkung: Aus den Blättern wird das ätherische Teebaumöl gewonnen. Die Inhaltsstoffe des Öls besitzen bakterien- und pilzabtötende Eigenschaften. Manchmal wird sein Einsatz bei rheumatischen Erkrankungen und zur Stabilisierung des Immunsystems empfohlen. Seine Wirksamkeit für diese Bereiche ist jedoch wissenschaftlich nicht belegt.Präparate: Öle, Kapseln, Pastillen, Creme, Badezusatz, Duschgel, Shampoo, Zahnpasta, Balsam, Lotionen, Tropfen.Einsatzgebiete: Hauterkrankungen wie etwa leichte Akne und Fußpilz.Vorsicht: Unverdünntes Öl kann auf vorgeschädigter Haut zu einer Kontaktdermatitis (Hautentzündung) führen.Tipp: Geben Sie bei Fußgeruch 10 Tropfen Öl in Ihr warmes Fußbad.

Weide gegen Schmerzen

Herkunft: Die Weide ist ein typischer Baum Mittel- und Südeuropas. Allein in Europa gibt es 70 verschiedene Arten, die als Bäume, aber auch als Zwergsträucher wachsen.Wirkung: Acetylsalicylsäure (ASS) ist seit über hundert Jahren als bewährtes Schmerzmittel im Einsatz, 1897 gelang es dem deutschen Chemiker Felix Hoffmann diese Substanz künstlich herzustellen. Sein Vorbild war die Salicylsäure, ein Inhaltsstoff in der Rinde kleiner Weidenzweige, der schon in den Hochkulturen Indiens und Ägyptens eingesetzt wurde, um Fieber zu senken und Schmerzen zu lindern. Auch moderne Studien haben die entzündungshemmende, fiebersenkende und schmerzlindernde Wirkung der Weidenrinde bestätigt.Präparate: Tee, Kapseln, DragéesEinsatzgebiete: Rheumatische Schmerzen, KopfschmerzenVorsicht: Bei Überempfindlichkeit gegen Salicylsäure. Tipp: Gegen Morgensteifigkeit hilft die abendliche Einnahme.

Zimt – mehr als ein Gewürz

Herkunft: Die immergrünen Zimtbäume stammen aus dem Süden Chinas und Indiens und können je nach Sorte zwischen sechs und zwölf Meter hoch wachsen. Aus der Innenrinde wird eines der ältesten Gewürze gewonnen.Wirkung: Ebenso wie das Gewürz gewinnt man auch die zu Heilzwecken eingesetzten Zimtöle aus der Baumrinde. Mittels Wasserdampf wird es aus der Rinde destilliert. Die Inhaltsstoffe des Zimts stimulieren die Produktion von Magensaft und eignen sich daher für den Einsatz bei Appetitlosigkeit und leichten Magenkrämpfen. Außerdem soll Zimt die Blutzuckerwerte bei Typ-2-Diabetes verbessern helfen. Zimt ist wegen seines Inhaltsstoffes Cumarin, der in hohen Dosen die Leber schädigen kann, in Verruf geraten. Als Gewürz konsumiert, besteht jedoch kaum Gefahr. Wässriger Zimtextrakt aus der Apotheke enthält nur unbedenkliche Mengen an Cumarin.Präparate: Kapseln, Gewürz, BadezusätzeEinsatzgebiete: Appetitlosigkeit, Magenverstimmung,Typ-2-Diabetes Vorsicht: Allergische Haut- und Schleimhautreaktionen; hohe Cumarin-Konzentrationen im Cassia-Zimt können die Leber schädigen.Tipp: Fragen Sie nach Ceylon-Zimt; er enthält wenig Cumarin und ist für die Gesundheit unbedenklich.

Gesund und fit bis ins hohe Alter – Regelmäßige Bewegung

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Regelmäßige körperliche Bewegung

ErfolgreichesAltern hängt maßgeblich von der täglichen körperlichen Aktivität ab. Nicht nur die Muskel- und Knochenmasse wird durch regelmäßige körperliche Aktivität erhalten, auch das Risiko chronischer Erkrankungen wird vermindert. Dazu gehören Herz-Kreislauf-Krankheiten, Typ-2-Diabetes, Darmkrebs, Osteoporose, Rückenbeschwerden und Übergewicht. Außerdem fördert Bewegung bei vielen Krankheiten die Therapie und Rehabilitation.

Es ist allgemein anerkannt, dass regelmäßige körperliche Bewegung die kostengünstigste Präventivmaßnahme darstellt. Täglich ins schwitzen kommen Es wird davon ausgegangen, dass ungefähr 90 Prozent der über 50-Jährigen gesundheitlich von einem körperlich aktiven Leben profitieren könnten. Jedoch bewegen sich die Deutschen fast durchweg zu wenig. Nur bei ca. 13% wird ein Mindestmaß an Bewegung erreicht, dass als gesundheitsförderlich angesehen wird. Dies liegt bei einer halben Stunde Bewegung an mindestens drei Tagen pro Woche.

Die Aktivität sollte zu einer Zunahme von Puls und Atemfrequenz führen und ein leichtes Schwitzen hervorrufen. Einige Ausdauersportarten wie Schwimmen, Radfahren, Dauerlauf, Rudern und Skilanglauf werden als besonders günstig angesehen. Positive gesundheitliche Effekte können jedoch auch durch eine halbe Stunde zügiges Gehen am Tag erzielt werden. Besonders für Ungeübte und im fortgeschrittenen Alter ist dies eine gute Möglichkeit das gewünschte Bewegungspensum zu erreichen.

Es ist nie zu spät

Wir wünschen uns alle bis ins hohe Alter möglichst gesund, aktiv und selbstständig zu leben. Ob dieser Wunsch in Erfüllung geht, ist nicht naturgegeben und vorbestimmt, sondern wird maßgeblich beeinflusst durch die Lebensverhältnisse und Lebensführung in den verschiedenen Phasen unseres Lebens. Eine gesunde Ernährungsweise, ausreichende körperliche Bewegung und die Vermeidung von Übergewicht sind wichtige Voraussetzungen, um viele gesunde Lebensjahre zu verbringen.

Wenn auch jede Phase im Leben eines Menschen bedeutend ist für das gesunde Altern, so ist es doch nie zu spät, die Weichen neu zu stellen. Auch werden Sie keine Änderungen von heute auf morgen erzielen können. Wichtig ist allein anzufangen und das Ziel vor Augen zu haben.