Verhalten ändern – Veränderungen sichern

Posted by: gesundheit  :  Category: Psychologie

Stellen Sie die dauerhafte Veränderung sicher

Auf Stufe fünf muss das neue Verhalten fest verankert werden. Wo Sie einen Pfad angelegt haben, ist es notwendig, dass Sie durch ständiges Begehen dieses Pfades (=Wiederholen) den Weg solange ebnen, bis er zu einer großen Straße wird. Ein Sportler stellt seinen Erfolg dadurch sicher, dass er wieder und wieder trainiert, bis er die gewünschte Kondition erreicht hat.Dies gilt auch im Spiel der Verhaltensänderung.

Es gilt, sich immer wieder neu zu konditionieren (Konditionieren = durch ständiges Wiederholen etwas zu fertigen). Unser Unterbewußtsein kann nicht unterscheiden, ob eine Sache real ist oder nur in unserer Vorstellung besteht. Es reagiert auch bei der Vorstellung so, als wäre sie real. Wiederholen Sie Ihr gewünschtes Ziel und das gewünschte Verhalten so oft wie möglich, und sei es nur in Gedanken, Bildern, Worten und Gefühlen. Trainieren Sie andauernd und nachhaltig. Warten Sie nicht auf den “richtigen” Zeitpunkt, beginnen Sie jetzt, es ist immer der richtige Zeitpunkt. Fangen Sie gleich an, sich Ihre Umsetzungserfolge zu sichern und diese permanent zu wiederholen. Gehen Sie voller Engagement an die Ausführung. Einer der wichtigsten Punkte für eine dauerhafte Verhaltensänderung ist, dass Sie Ihr gewünschtes Verhalten sofort akzeptieren und immer wieder verstärken. Wenn Sie Aufgaben, die Sie früher frustrierten, jetzt locker und spielerisch angehen, dann seien Sie stolz auf sich und verstärken Sie Ihr neues Verhalten.Freuen Sie sich, dass Sie auf dem richtigen Weg sind. Lächeln Sie sich zu oder belohnen Sie sich damit, dass Sie z. B. Ihre Lieblings-CD hören.

Es gibt nichts Gutes, außer man tut es

Lassen Sie uns nun die letzte, die sechste Stufe des Veränderungsprozesses betreten. Sie haben alle fünf Stufen erklommen, alle Startvoraussetzungen sind gegeben. Checken Sie ein letztes Mal ab, was geschieht, wenn Sie sich Ihr neues Verhalten auf Dauer angewöhnen. Überlegen Sie nochmals, wie sich dieses neue Verhalten auf Ihre Familie, Ihr Ansehen und Ihren Beruf auswirken wird. Da Sie sich bereits einen Umsetzungsplan mit schriftlich fixierten Zielen erstellt haben, gehen Sie nochmals alle Stufen in Gedanken durch. Stimmen Sie sich mental darauf ein, dann starten Sie. Beginnen Sie den Tag mit der richtigen Einstellung, beginnen Sie ihn aktiv. Fragen Sie sich zu Tagesbeginn: “Warum freue ich mich heute?” Überlegen Sie, was an diesem Tag für Sie gut sein wird. Übertragen Sie Ihre Ziele aus dem Wochenplan in den täglichen Terminplaner. Arbeiten Sie gezielt nach diesem Tagesplan – am Ende des Tages überprüfen Sie, welche von Ihren Zielen Sie tatsächlich erreicht haben und haken Sie diese ab. Beenden Sie Ihren Tag mit der Frage: “Was war heute gut?”Freuen Sie sich jetzt schon auf Ihre Umsetzungserfolge. Seien Sie schon jetzt stolz darauf, dass Sie zu den Menschen gehören, die alles das, was sie ändern wollen, auch nachhaltig ändern können. Also, los geht’s, denn gewinnen fängt an mit beginnen.

Verhalten ändern – Was tun damit der Wille siegt?

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Was tun, damit Ihr Wille siegt?

Nachdem Sie Ihr Ziel fixiert haben, nehmen Sie die zweite Stufe in Angriff. Auf dieser Stufe verbinden Sie unerträgliche Nachteile mit Ihrem alten Verhalten (das Sie ändern wollen) und unglaubliche Vorteile mit Ihrem neuen Verhalten. Konkret geht dies wie folgt: Überlegen Sie, was genau Sie tun wollen (Ihr fixiertes Ziel).

Stellen Sie sich vor, was geschieht, wenn Sie es nicht angehen – die Nachteile, die dadurch entstehen würden.Stellen Sie sich das Schlimmste vor, wie furchtbar es werden könnte, wenn Sie Ihr Verhalten nicht ändern. Geben Sie diesem Bild ein enormes Gewicht. Machen Sie es wuchtig und groß, so dass Sie dabei einen inneren Druck in sich aufbauen, um all dies zu vermeiden. Je schrecklicher Sie sich dieses Bild ausmalen, umso motivierter werden Sie in Ihren Handlungen sein, um das Negative abzuwenden.Nachdem Sie sich dies vorgestellt haben, verändern Sie nun Ihre Perspektive. Stellen Sie sich jetzt vor, wie es ist, wenn Sie Ihr neues, gewünschtes Verhalten annehmen. Malen Sie sich die unglaublichsten Vorteile aus, die Sie sich vorstellen können. Womöglich verhilft es Ihnen zu mehr Erfolg, zur Festigung Ihrer Persönlichkeit! Eventuell erhalten Sie Anerkennung, avancieren zum anerkannten Spezialisten auf Ihrem Gebiet oder werden einfach zufriedener in der Gewissheit, etwas Richtiges, Gutes getan zu haben. Fasziniert Sie dieses Ziel ausreichend?Die Schwierigkeit bei der Verhaltensänderung liegt darin, dass wir sehr oft davon sprechen, was wir ändern könnten und sollten, es aber nicht als absolutes Muss ansehen. Viele Menschen werden Dinge nur dann sofort ändern, wenn sie sich zum Ändern gezwungen sehen. Die Frage ist nicht, ob Sie sich ändern können, sondern ob sie sich wirklich ändern wollen. Das ist eine Frage der Motivation, und diese wiederum wird von Schmerz oder Freude bestimmt. Verhaltensänderungen werden oftmals erst dann wirklich herbeigeführt, wenn die “Schmerzgrenze” erreicht ist. Leider gibt es genügend Menschen, die sich erst in diesem totalen Schmerzzustand befinden müssen, um etwas zu ändern. Ich empfehle Ihnen, nicht so lange zu warten, sondern Änderungsgründe zu sammeln. Gründe für Pro und Kontra. Achtung: Es ist nicht eine Frage des Aufwandes, den Ihre Änderung zwangsläufig nach sich zieht, es ist eine Frage des Preises, den Sie zu zahlen haben, wenn Sie sich nicht ändern.

Verhalten ändern – Alternativen entwickeln

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Wie Sie aus Ihrem “alten Trott” herauskommen?

BeschäftigenSie sich auf der dritten Stufe mit der Unterbrechung Ihrer gewohnten Verhaltensmuster: Im Laufe der Zeit haben wir uns alle ganz bestimmte Verhaltensmuster angeeignet, geprägt von unseren Eltern, unserer Erziehung, unserer Umwelt, unserer Ausbildung und vielem anderen. Auch im Beruf gibt es ein für Sie gewohntes Verhaltensmuster.

Vielleicht verläuft Ihr Tagesablauf völlig gleichförmig. Doch meistens genügt die tägliche Routine nicht. Sie sind gefordert, aktiv zu sein. Womöglich denken Sie, dass Sie mehr Vorteile mit dem alten Verhalten verbinden, Vorteile, wie Sie sie kennen – aber Sie wissen auch, dass Sie sich auch in anderen Bereichen engagieren sollten, doch das alte Muster hindert Sie, aktiv diesen neuen Weg zu gehen. Da haben Sie eine hervorragende Idee: “Heute tue ich all das, was ich immer zu tun habe, und morgen kümmere ich mich um die neue Herausforderung.” Viele Menschen sagen sich am Folgetag noch mal dasselbe: “Heute nicht, aber morgen” und verharren im alten Verhaltensmuster.Hier eine Möglichkeit, wie es zu schaffen ist, das alte Programm zu unterbrechen. Nehmen wir als Beispiel an, Sie wollten Ihre zwischenmenschlichen Beziehungen verbessern. Machen Sie dies zu einem festen Ziel und durchbrechen Sie den alten Trott. Bestimmen Sie fest, dass Sie heute z. B. 10-mal Lob und Anerkennung verteilen wollen. Aber es muss aufrichtig sein. Gehen Sie auf die Suche nach den liebenswerten Eigenschaften Ihrer Mitmenschen.Entdecken Sie die positiven Eigenschaften und loben Sie sie! Legen Sie sich eine Strichliste an und machen Sie jedes Mal einen Strich, wenn Sie Lob und Anerkennung gegeben haben. Treffen Sie Ihre Entscheidung jetzt und setzen Sie diese Entscheidung sofort um.Das Wichtigste in dieser Stufe ist, dass Sie tatsächlich eingefahrene Muster unterbrechen, um ein neues Verhalten zuzulassen.

Entwickeln Sie wirkungsvolle Alternativen

Die vierte Stufe beschäftigt sich mit den Möglichkeiten, auf welche Art und Weise Sie sich dieses neue Verhalten aneignen können. Vielleicht haben Sie probiert, Ihr Verhalten zu ändern, doch es ist Ihnen nicht so recht gelungen. Da kommt schnell der Gedanke auf, es einfach wieder zu lassen, weil dies der “bessere” = bequemere Weg ist. Lassen Sie sich nicht dazu verführen, diesen Weg einzuschlagen. Es gibt zwei Möglichkeiten aus dieser Sackgasse: zum einen, Sie suchen sich einen erfolgreichen Menschen als Vorbild aus, oder Sie knüpfen an eigene Erfolge der Vergangenheit an, lassen die Bilder, Worte und Gefühle von damals innerlich noch einmal Revue passieren und notieren Ihre Stärken. Nutzen Sie diese in sich verankerten Stärken und aktivieren Sie sie aufs Neue. Ein Spruch besagt: “Wenn Sie morgen Sorgen haben, suchen Sie jemanden, dem Sie helfen können.” Suchen Sie nach Alternativen, die Ihnen helfen, Ihr gewünschtes Verhalten zu erreichen und dies nachhaltig zu verankern. Bedenken Sie dabei, dass Sie der Mensch sind, der entscheidet. Es ist einzig und allein Ihre Entscheidung, ob Sie z. B. gerne Lob und Anerkennung geben. Entscheiden Sie sich definitiv für Aktivitäten, die Sie sonst vernachlässigen. Eine der menschlichen Privilegien ist die Entscheidungsfreiheit. Jeden Tag und zu jeder Zeit. Verlassen Sie mögliche imaginäre Begrenzungen. Verharren Sie nicht in Ihrem Trott, denn der führt immer zu denselben Ergebnissen. Unterschiedliche Aktivitäten führen zu unterschiedlichen Ergebnissen. Suchen Sie alternative Möglichkeiten, die Ihre Ziele unterstützen.