Auge – Sinnesorgan und Spiegel der Seele

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Über das Auge gelangen die meisten Wahrnehmungen in unser Gehirn – umgekehrt senden wir unserer Umwelt über die Augen Botschaften zu. Ob wir traurig, glücklich, ängstlich oder wütend sind: Unsere Augen teilen das dem Gegenüber mit. Bei der Hälfte aller Menschen besteht statistisch eine Einschränkung der Sehkraft – außerdem wirken sich viele Erkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck oder Migräne auch auf die Augen aus.

Aufbau und Funktion

Das Auge wird oft mit einer Kamera verglichen und dieser Vergleich ist für das Verständnis von Aufbau und Funktion auch sehr hilfreich.

Von außen sieht man im Auge zuerst die Iris, die bei jedem Menschen eine andere Farbe hat. Dabei haben Neugeborene oft blaue Augen und die Augenfarbe ändert sich in den ersten 12 Monaten noch. Durch die Iris fällt Licht ins Augeninnere, wo es auf die Augenlinse trifft. Diese zieht sich von selbst zusammen oder wird von einer feinen Apparatur auseinandergezogen – je nachdem, ob wir in die Ferne oder Nähe blicken. So gibt sie ein scharfes Bild an die Netzhaut weiter, die den Augapfel von innen auskleidet. Das “Sehen” auf der Netzhaut wird von zwei unterschiedlichen Sinneszellarten, den Photorezeptoren, übernommen: den Zapfen und den Stäbchen. Zapfen sehen in Farbe, Stäbchen in Schwarzweiß. Auf der Netzhaut sind nicht überall gleichviel Stäbchen und Zapfen verteilt, sondern es gibt eine Stelle schärfsten Sehens (der gelbe Fleck, die Makula) mit vielen Zapfen und drumherum Bezirke, in denen man unscharf sieht. An einer Stelle, dem blinden Fleck, sieht man gar nichts, dort zieht der Sehnerv (Optikusnerv) in Richtung Gehirn, wo dann die Sinneseindrücke weiterverarbeitet werden.

Beschwerden

Augenbeschwerden können außen am Auge oder im Innern auftreten. Häufige äußere Beschwerden sind Juckreiz oder Brennen, ein tränendes, rotes oder trockenes Auge oder das Gefühl, dass ein Fremdkörper zwischen Augenlid und Binde- oder Hornhaut hängt.
Andere, “innere” Beschwerden sind Sehstörungen vom Doppeltsehen bis Sehverlust, Schmerzen, ein Druck im Augeninneren oder das Gefühl, wandernden Schmutz im Auge zu haben.Anamnese (Krankheitsgeschichte erfragen)
Alle Beschwerden können durch gezieltes Fragen weiter eingegrenzt werden. So kann ein tränendes Auge gleichzeitig jucken und brennen oder die Beschwerden können nur saisonweise auftreten (beispielsweise bei einer Pollenallergie). Sehstörungen können zusammen mit anderen Erkrankungen vorkommen, so sind bei Migräne Lichtscheu und optische Halluzinationen beschrieben – und ein kleiner “Schlaganfall” im Auge kann ein erstes Warnzeichen für einen drohenden Hirninfarkt sein. Diese Unterscheidungen zeigen dem Arzt, welches Krankheitsbild hinter den Beschwerden steckt.
Inspektion (Betrachten) und Palpation (Abtasten)
Bei einer Bindehautentzündung (Konjunktivitis) ist die Bindehaut oft sichtbar gerötet und das Auge tränt sehr stark. Ein geübter Arzt kann mit einem Spatel das obere Augenlid umklappen, so dass ein Fremdkörper oder eine Veränderung unter dem Lid sichtbar wird. Eine Augenfehlstellung wird geprüft, in dem der Patient aufgefordert wird, mit beiden Augen dem Finger des Untersuchers zu folgen. So kann eine Schielhaltung aufgedeckt werden. Ein Bluterguss, ein erhöhter Augeninnendruck durch zuviel Augenwasser oder – glücklicherweise selten – Tumoren führen zu einem unter Spannung stehenden Augapfel, was gerade im Seitenvergleich auffällig ist.
Abstrich
Bei Verdacht auf eine Infektion der äußeren Augenschichten wird mit einem Tupfer etwas Augenflüssigkeit aufgenommen, die dann im Labor auf Keime untersucht wird.
Augenspiegelung
Mit dem Augenspiegel ist ein Blick durch die Linse auf die Netzhaut möglich – kleine Blutungen, wie sie beim diabetischen Auge vorkommen, und eine Ablösung der Netzhaut von der Hinterwand des Augapfel werden sichtbar.
Visus- und Gesichtsfeldprüfung
Wer kennt sie nicht, die Tafeln im Arztzimmer oder beim Optiker mit den vielen Buchstaben oder Zahlen? Je nach Sehkraft ist man in der Lage, auch noch die unterste Reihe zu entziffern – wenn nicht, lässt das auf eine Kurz- oder Weitsichtigkeit schließen. Farberkennungstests zeigen eine Farbenblindheit oder Farbenfehlsichtigkeit an. Das Gesichtsfeld wird mit dem Perimeter geprüft. Dabei blickt der Patient starr ins Gerät und aus den Augenwinkeln nimmt er wahr, wie kleine Lämpchen blitzen. Je weniger Lämpchen er sieht, desto schlechter ist es um sein Gesichtsfeld bestellt – wie beim grünen Star. Stellen Sie sich die Folgen einer Gesichtsfeldeinschränkung beim Autofahren vor!
Elektrophysiologische Untersuchungen
Die Aktivität der Augenmuskeln und auch der Netzhaut ist messbar – mit kleinen Elektroden, die in den Augenwinkeln oder als Kontaktlinse auf dem Auge befestigt werden.
Röntgen, Ultraschall, Computertomographie (CT) und Magnetresonanztomographie (MRT)
Bei Verdacht auf einen Tumor oder eine Entzündung, die sich im Augeninneren abspielt, werden bildgebende Verfahren eingesetzt – gerade nach Verkehrunfällen muss abgeklärt werden, ob die knöcherne Umrandung des Augapfels noch intakt ist.Neben Infektionen der Bindehaut, die in allen Altersgruppen auftreten können, sind einige Augenerkrankungen eher im Kindesalter anzutreffen, während andere, die mehr auf Verschleiß oder chronische Krankheiten des Gesamtsystems Mensch zurückzuführen sind, bei Erwachsenen vorkommen. Altersunabhängig sind Verletzungen am Auge, zum Beispiel bei Autounfällen oder wenn etwas durch Spiel oder Arbeit ins Auge gerät.
Bei Kindern
Häufig ist eine Mitbeteiligung in Form einer Bindehautentzündung bei vielen Kinderkrankheiten (Masern, Röteln, Windpocken) oder ein tränendes Auge bei Heuschnupfen. Auch bei einer lang anhaltenden Nasennebenhöhlenentzündung sollten die Augen wegen der Nähe zur Nase überprüft werden. Schielen ist eine Augenfehlstellung, die meist im frühen Kindesalter auftritt und erfolgreich behandelt werden kann. Das seltene, aber bösartige Retinoblastom – eine Krebsart, die im frühen Kindesalter auftritt – muss schnellstmöglich entfernt werden.
Bei Erwachsenen
Viele Erkrankungen, die den gesamten Organismus schädigen, betreffen auch das Auge. Eine typische Diabetesfolge ist die diabetische Netzhautschädigung (Retinopathie) – auch bei hohem Blutdruck ist die Netzhaut betroffen, außerdem fördert Bluthochdruck die Entstehung eines Glaukoms (auch grüner Star genannt).
Mit fortschreitendem Alter verringert sich die Elastität der Augenlinse. Sie kann sich schlechter an Nah- oder Fernsicht anpassen – und schon benötigt man eine Lesebrille.
Häufig ist auch eine Linsentrübung, die sich zu einem grauen Star (Katarakt) entwickeln kann. Dabei verschlechtert sich das Sehvermögen zusehens, bis die relativ ungefährliche Graue-Star-Operation nötig wird.
Ein weiterer Grund für eine Sehverschlechterung kann die altersbezogene Makuladegeneration sein, eine häufige und trotzdem wenig bekannte Erkrankung der Netzhaut, die zur Erblindung führen kann.
Auch bei Migräne kommt es häufig zu einer Augensymptomatik: Lichtempfindlichkeit und Blitze oder Ringe vor den Augen sind keine Seltenheit.Viele Augenerkrankungen könnten besser behandelt werden, wenn jeder den Gang zum Augenarzt als alljährliche Selbstverständlichkeit betrachten würde und diesen nicht erst bei Beschwerden aufsuchen würde.
Neben der Verschreibung einer Brille oder von Kontaktlinsen kann der Arzt Fehlsichtigkeiten durch eine Laserkorrektur oder ein Implantat ausgleichen. Dabei wird individuell entschieden, ob die Operation ambulant oder stationär durchgeführt werden kann.
Selbstverständlich gibt es für jede Krankheit ein spezielles Vorgehen mit Medikamenten oder Operationen – das finden Sie bei der jeweiligen Erkrankung.
Viele Tipps bietet auch der Deutsche Blinden und Sehbehindertenverband (DBSV).Sonne ist zwar gut für die Seele, aber unseren Augen schadet die direkte Sonneneinstrahlung. Binde- oder Hornhautentzündung sind unmittelbare, grauer Star und Altersblindheit durch Makuladegeneration die langfristigen Folgen. Vorbeugend hilfreich ist eine gute Sonnenbrille. Der Sinn von Nachtfahrbrillen dagegen ist mehr als fraglich.
Bei hohen Ozonwerten sollten Sie sich mit aushäusigen Sportaktivitäten vorsehen, denn Ozon reizt die Augen. Wenn Sie sporteln, vergessen Sie nicht Ihre Brille – Sie erhöhen sonst nur Ihr Verletzungsrisiko.
Für entspannte und schöne Augen können Sie gezielt etwas tun – gerade nach der Arbeit am Bildschirm werden Ihre Augen froh über eine Extraportion Aufmerksamkeit sein.
Bei Vitamin-A-haltiger Nahrung denken viele von uns sofort an Karotten – aber es gibt auch andere Nahrungsmittel wie Thunfisch, Salat oder Milch, in denen Vitamin A und seine Verwandten wie Lutein enthalten sind.

Wie die Seele den Körper heilt

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Die Frage, ob und wie sich Körper und Seele gegenseitig beeinflussen, beschäftigt die Menschen, seit es schriftliche Belege über Krankheit und Gesundheit gibt. Auch psychosomatische Erklärungsansätze zu Entstehung und Verlauf von Krankheiten weisen schon lange auf Zusammenhänge zwischen Psyche und Körper hin. Über die biochemischen Voraussetzungen für derartige Zusammenhänge konnte jedoch bis vor wenigen Jahren nur spekuliert werden, weil zu wenig über die Funktionsweise von Immun-, Nerven- und Hormonsystem bekannt war.

Behandlungsansätze aus der Naturmedizin wurden schnell in die Esoterik-Ecke gesteckt und von der Schulmedizin belächelt. Das hat sich mittlerweile geändert.

Psychoneuroimmunologie: Seele, Körper und Abwehrkräfte verbinden

Mit der Erkenntnis, dass es für einige Beschwerden einfach keine körperlichen Ursachen gibt, wuchs das Interesse an den seelischen Ursachen. Daraus hat sich inzwischen ein eigener Forschungszweig, die PsychoNeuroImmunologie (PNI), entwickelt. Die PNI verbindet Seele (Psycho), das Nervensystem (Neuro) und die körpereigenen Abwehrkräfte (Immunologie). Psychoneuroimmunologische Forschungsbefunde dokumentieren eindrucksvoll, dass diese drei Systeme in einem engen Informationsaustausch miteinander stehen. Dieses biochemische Netzwerk ist die experimentelle Grundlage um zu erforschen, wie das Verhalten auf das Immunsystem wirkt.
Während man die psychische Komponente einiger Erkrankungen schon lange akzeptiert hat – zum Beispiel bei Magengeschwüren oder Bluthochdruck – haben erst Krebs und HIV zu einem echten Umdenken geführt. Dabei gibt es zwei Ansätze, um die Selbstheilungskräfte des Menschen zu aktivieren:

  • Bei bestehenden Krankheiten werden Entspannungs- und Visualisierungstechniken genutzt.
  • Behandlungsansätze aus der Psychoneuroimmunologie sollen dafür sorgen, dass Krankheiten gar nicht erst entstehen.

Mind-Body-Medizin: Hilfe für Geist und Seele

Die praktische Umsetzung der PNI-Forschungsergebnisse ist die so genannte Mind-Body-Medizin. Hier werden Geist, Seele (mind) und Körper (body) zusammen behandelt. Die Anfänge dieser Therapie-Ansätze liegen in den USA, wo man zum Beispiel mit Entspannungs- und Anti-Stress-Programmen die Stresswerte und Abwehrkräfte bei HIV-Patienten nachweislich positiv beeinflussen konnte. Auch bei unerfüllten Kinderwunsch helfen Entspannungsprogramme. Viele Frauen werden schwanger, wenn sie sich selbst von dem Druck, ein Kind bekommen zu wollen, befreien.
Dabei hat Stress zunächst eine ganz wichtige Bedeutung für den Körper. Er versetzt den Körper sozusagen in Alarmbereitschaft und einen erhöhten Aufmerksamkeitsmodus. Der Adrenalinspiegel steigt, Herzfrequenz und Blutzucker gehen in die Höhe. Dieser Mechanismus, der seit Urzeiten in Gefahrensituationen für erhöhte Überlebenschancen sorgt, ist in der modernen Gesellschaft aus den Fugen geraten. Statt wilder Mammuts jagen uns heute Termine, Geld- und Zeitnot, Karrierewünsche und andere Überforderungen. Wo früher der Stressspiegel nur kurzfristig anstieg, ist heute Dauerüberforderung an der Tagesordnung. Und hier liegt das Forschungsterrain der PNI.

Erste Modellversuche in Deutschland

Während Mind-Body-Medizin in den USA schon relativ häufig und intensiv praktiziert wird, wird in der Bundesrepublik noch nach dem Zugang zu diesem Arbeitsgebiet gesucht. In einem Modellversuch am Knappschaftskrankenhaus der Kliniken Essen-Mitte, Abteilung Naturheilkunde und Integrative Medizin, wurde ein Konzept entwickelt, dass Schulmedizin, Naturheilkunde und amerikanische Mind-Body-Medizin verbindet. Nach diesem Ansatz hat Krankheit immer drei Ursachen:

  • Eine biologische Ursache (z.B. eine spezielle genetische Disposition oder ein Virus)
  • Eine psychologische Komponente (z.B. Stress oder Probleme mit der eigenen Persönlichkeitsstruktur)
  • Eine soziale Komponente (z.B. die Familiensituation oder Probleme auf der Arbeitsstelle)

“Ordnung” in Geist und Seele

Während der Behandlung sollen die Patienten vor allem lernen, ihre Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Dazu werden zu den schulmedizinischen Maßnahmen zum Beispiel physiotherapeutische Behandlungen, naturheilkundliche Ansätze oder auch Akupunktur eingesetzt. Einer der Eckpfeiler der Behandlung ist die so genannte Ordnungstherapie: Hier lernen die Patienten, “Ordnung” in Geist und Seele zu bringen. Weil jede ernste Erkrankung eine Neuorientierung des Lebens erfordert, liegt hier ein Ansatz zum Überarbeiten von Denk- und Verhaltensmustern. Dieser Ansatz wird auch in der Krebsbehandlung genutzt. Unterstützt werden diese Therapien durch Bewegung und bewusste Ernährung. Entsprechend lassen sich Anti-Stress-Programme auch zu Hause durchführen. Da Stress im Leben unvermeidlich ist, sollte man lernen, positiv damit umzugehen.
Die Tipps der Fachleute sind ebenso einfach wie wirkungsvoll:
Die Ansprüche runterschrauben. Man muss nicht immer alles perfekt machen! Wer diesen Anspruch hat, setzt sich selbst ständig unter Druck.
Positiv denken! Die Frage nach dem halbvollen oder halbleeren Glas ist eine Beurteilung mit unterschiedlichen Ergebnissen. Eine positive Einstellung zu sich selbst hilft, Stress-Situationen besser zu meistern.
Frust und Stress rauslassen. Sport tut einfach gut. Die körperliche Bewegung baut Spannungen ab und setzt “Glückshormone” frei.
Lachen ist gesund. Humor hilft bei der Entspannung, Lachen stoppt die Ausschüttung von Stresshormonen. In Verbindung mit gezieltem Atemtraining und dem “Wegatmen” von Stress-Situationen können der Herzschlag verlangsamt und die Muskulatur gelockert werden.
Bewusst leben und genießen. Dazu gehört gesundes Essen – Obst, Gemüse, Vollkornprodukte und wenig Alkohol. Viel und gut schlafen: Wer gut ausgeschlafen ist, kann viele Probleme leichter bewältigen.

Seele und Essen – Schokolade als Trostpflaster

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Schokolade als Trostpflaster

Nichtzu unterschätzen ist außerdem der Einfluss unserer psychischen Situation auf die Lebensmittelauswahl und die Häufigkeit der Mahlzeiten. Sind Kinder untröstlich, weil sie beim Spielen gestürzt sind oder der Spielkamerad das Lieblingsspielzeug nicht hergeben will, so hilft meist etwas Süßes um den Tränenfluss versiegen zu lassen.

Auch im Erwachsenenalter lässt sich mancher Kummer, Einsamkeit und Langeweile mit Schokolade lindern. Dabei resultiert die Steigerung des Wohlbefindens nicht nur aus dem Geschmackserlebnis. Die Inhaltsstoffe der Schokolade bewirken, dass in unserem Gehirn bestimmte Substanzen ausgeschüttet werden, die unserem seelischen Zustand gut tun. Hierzu gehören beispielsweise die Endorphine, die ein Gefühl von Glück und Zufriedenheit erzeugen. Aber auch andere Speisen, die wir mit Genuss verzehren, lösen diese Befriedigung aus und helfen über so manchen Frust hinweg. > Müssen wir unsere Seele zu häufig mit Schokolade oder anderen Leckereien balsamieren, macht sich dies möglicherweise irgendwann auf der Waage bemerkbar.

Essen gegen den Stress

Stress ist ein fester Bestandteil unseres Alltags. Er kann in Maßen gut und notwendig sein, zu viel Stress kann uns jedoch erheblich seelisch und körperlich belasten. Viele schaffen bei starkem Stress einen Ausgleich indem sie mehr essen als sonst. Das Essen hat eine entspannende Wirkung und so wird in Stresssituationen ordentlich zugegriffen. Wissenschaftler haben gezeigt, dass gerade Menschen, die ständig auf Diät sind und ihr Essen stark kontrollieren, dazu neigen unter Stress alle verfügbaren Lebensmittel in sich hineinzustopfen.

  • Scheinbar wird der Körper durch die selbst auferlegte Kontrolle und Überwindung der körpereigenen Regulationsmechanismen so beansprucht, dass hinzukommender Stress dieses System zusammenbrechen lässt.
  • Nach einer Heißhungerattacke kommen die Schuldgefühle meist postwendend und eine so schöne Sache wie das Essen beschert uns ein wahres Wechselbad der Emotionen.

Lassen Sie sich nicht von Ihren Emotionen “ver”leiten

Verleiten uns unsere Empfindungen wie Stress, Frust, Kummer, Einsamkeit und Langeweile zu sehr zum Essen, kann daraus eine unkontrollierte Gewichtszunahme resultieren. Leider werden wir meist nicht dazu verführt, zu Obst und Gemüse zu greifen, sondern Schokolade, Chips und andere hochkalorische Köstlichkeiten dienen als Seelentröster.

  • Ein erster Schritt ist deshalb, sich bewusst zu machen, in welchen Situationen man vermehrt zugreift und welche Lebensmittel dann bevorzugt werden. Sie lernen so ihr eigenes Essverhalten besser kennen und können sich gezielt Alternativen überlegen.
  • Versuchen Sie doch einfach mal folgendes: Sie fühlen sich am Arbeitsplatz gestresst oder frustriert. Normalerweise würden Sie zum Schokoladenvorrat im Schreibtisch greifen, um ruhiger zu werden. Warum nehmen Sie nicht stattdessen eine kurze Auszeit und machen einen Spaziergang oder laufen ein paar Treppenstufen rauf und runter?
  • Bewegung führt dazu, dass wir tiefer durchatmen, der Körper wird dann besser mit Sauerstoff versorgt. Außerdem kommt es auch bei Bewegung zur Ausschüttung von Hormonen, unter anderem Endorphinen, die zu unserem Wohlbefinden beitragen.